© Dr.-Ing. Jochen Kratzsch 2015
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Grundsätzlich entstehen Ausblühungen und Auslaugungen an Bauwerken mit mineralischen Baustoffen nur bei Vorhandensein von Wasser, ohne den Wasserangriff sind alle Salze (lösliche Bestandteile) völlig unschädlich (s. hierzu Stark, Jochen, "Bauschädliche Salze",  F.A. Finger-Institut für Baustoffkunde, Bauhausuniversität Weimar 1996). Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um einen intensiven Wassereintrag durch Regen, in das Bauwerk sickerndes Wasser oder ob es sich um sehr hohe Luftfeuchtigkeit handelt. Sie sind aus diesem Grund auch bei größter Sorgfalt und bei sehr gewissenhaften Arbeiten des Baubetriebes nicht immer zu vermeiden (s. hierzu Klaas, Helmut, "Schäden an Außenwänden aus Ziegel- und Kalksandstein-Verblendmauerwerk", Fraunhofer IRB Verlag 1995). In den meisten Fällen löst Wasser, vor allem das kohlesäurehaltige Regenwasser, den Kalk des Bindemittels und wandelt ihn in wasserlösliches Kalziumbikarbonat um. Dieses zerfällt beim Verdunsten unter Ausscheidung von Kalk und es ergeben sich die sichtbaren Ausblühungen. Dieser Vorgang lässt sich bei zement- und kalkgebundenen Baumaterialien nicht vermeiden, denn bei der Erhärtung entsteht Ca(OH)2, das ist wasserlöslich, kann an die Oberfläche transportiert werden und bildet mit Luftkohlensäure einen weißen Belag aus CaCO3. An Putzflächen, die von der Wandseite mit Wasser belastet werden, kommt es zu Ausblühungen sowie Farb- und Putzzerstörungen. Das Mauerwerk ist deshalb von der wasserbeauflagten Seite abzudichten.
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Mörtel und Ausblühungen
Ausblühungen entstehen immer beim Vorhandensein von Wasser. Schon während der Bauzeit ist es zwingend erforderlich, das Bauwerk gegen Feuchtigkeit zu schützen. Klaas, Helmut fordert in “Schäden an Außenwänden aus Ziegel- und Kalksandstein-Verblend- mauerwerk” : “Zur Vermeidung von Ausblühungen müssen auch während der Bauzeit ausreichende Schutzmaßnahmen gegen direkte Witterungseinwirkung und Durchfeuchtung der Verblendung getroffen werden. Noch nicht endgültig fertiggestellte Verblendschalenbereiche sind in den Arbeitspausen abzudecken.” (S.54) Das frisch verfugte Mauerwerk ist mindestens drei Wochen vor unmittelbarer Schlagregenbeanspruchung zu schützen” (S. 61).
Mörtel und Ausblühungen