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© Dr.-Ing. Jochen Kratzsch 2015
Spritzbeton ist ein Beton, der in einer geschlossenen Rohr-/Schlauchleitung zur Einbaustelle gefördert, dort aus einer Spritzdüse pneumatisch aufgetragen und durch die Aufprallenergie verdichtet wird. Zur Anwendung kommt Spritzbeton heute vor allem bei der Ausbesserung/Verstärkung von Betonbauteilen, sowie zur Felskonsolidierung / Gestaltung und zum (temporären) Ausbau im Tunnelbau. Herstellung Grundsätzlich werden zwei Spritzverfahren unterschieden: das Trocken- und das Nassspritzverfahren. Beim Trockenspritzverfahren wird erdfeuchter Transport- oder Baustellenbeton oder werksgemischte Trockenmischung durch eine Spritzmaschine der  Förderleitung  zugeführt und im Dünnstrom mit Druckluft zur Spritzdüse gefördert. Dort werden das restliche Zugabewasser und, wenn erforderlich, Betonzusätze (Beschleuniger, ggf. Rückprallminderer) zugegeben. Trockenspritzbeton findet immer dann seine Anwendung, wenn geringere Mengen und Leistungen gefordert sind und höchste Frühstfestigkeiten, beispielsweise zur Vorabdichtung von starkem Wasseranfall unabdingbar sind. Einsatzgebiete für Trockenspritzbeton: 1. Betoninstandsetzung 2. Abdichtungsarbeiten 3. Vorabdichtungen bei starkem Wasseranfall 4. zeitlich unabhängiges Logistikkonzept 5. kleinere Spritzarbeiten (Siloware vor Ort) Unter Nassspritzbeton versteht man die Förderung (Transport) eines fertig hergestellten Spritzbetons von Gesteinskörnungen, Zement, Wasser und Spritzbetonzusatzmitteln zu einer verarbeitbaren Mischung. Für den Spritzvorgang kann der Nassspritzbeton mit Luft und Erstarrungsbeschleunigern vermischt und appliziert werden. Für den Transport von Nassspritzbeton kann das Dichtstromverfahren oder das Dünnstromverfahren eingesetzt werden. Das Nassspritzbetonverfahren im Dichtstrom ist das modernste Hochleistungs- verfahren. Nassspritzbeton findet immer dann seine Anwendung, wenn hohe Leistungen verlangt werden, z.B. im maschinellen Tunnelvortrieb. Primäre Einsatzgebiete für das Nassspritzbetonverfahren: 1. Spritzbetonarbeiten mit hohen Anforderungen an die Spritzleistung 2. maßgebliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Bereich der Applikation 3. verbesserte Dauerhaftigkeitseigenschaften dank kontrollierter Zugabewassermenge
Grundlagen Spritzbeton
Spritzbeton